Konzertreisen

Schon vor einem halben Jahr schlug Günter unserem Chor,

zu unser aller Freude, eine Auslandsreise vor.


Nach Norwegen sollte die Reise gehen,

auch die Angehörigen wollten wir mitnehmen,

das dachten wir uns wunderschön,

hoffentlich geht nichts daneben!


Die Sportstätte Lillehammer war ausersehn,

im Hotel sollte sein das Quartier.

wir freuten uns schon auf Elch und Reh

und mehrere Konzerte planten wir.


Plötzlich fiel unser Chorleiter aus, er hatte entzündete Lungen.

Da haben wir einfach mit unserer Lilo tüchtig weitergesungen.

Die Lieder klappten auch schon ganz gut, wir waren mit Eifer dabei,

nur mit dem Norwegerlied hatten wir mächtig Huddelei!


Und dann kam der Tag der Abreise heran. die Busse ließen sich Zeit,

Der Regen floß in Strömen auf uns herab, doch dann war es endlich soweit.

Bis Greifswald ging es flott voran, doch dort hieß es: "Stop and go",

schließlich stand Pfinqsten vor der Tür, da ist das nun mal so.


In Stralsund war genau so´n Gewühl, viel Zeit konnten wir uns nicht lassen,

schlieBlich wollten wir doch in Saßnitz die Fähre nicht verpassen.


Die Überfahrt gefiel uns sehr. Die See hatte kleine Wellen nur.

Es wurde geschlafen und gegessen. von einer Seekrankheit keine Spur.


In Trelleborg gingen wir nachts an Land, doch Paßkontrolle zuvor.

Wer seinen Ausweis nicht gleich fand, zeigte die Schlüsseltasche vor.


Dann fuhren die Busse in Richtung Norden,

durch Schweden ging's nach Norwegen rein. Einige waren müde geworden.

da stelllte der Fahrer den "Western" ein.


Soviel Schieße, Puffe, Knalle hatten wir selten gesehen.

Nur Renates Sohn fand den Film wunderschön.


Nach endloser Fahrerei kam Lillehammer in Sicht,

doch unser gutes Hotel war dort noch lange nicht.


Wir fuhren und fuhren die Kreuz und die Quer,

immer bergauf und hin und her.

Trotz Übermüdung nahmen wir die tolle Landschaft wahr,

und bei 883 m Höhe waren wir endlich da.


Unsere Chormutter verteilte rasch die Zimmer.

Bei den meisten gab's Freude, bei manchen Gewimmer.


Der Blick aus dem Fenster war wunderschön,

vor uns ein See und Schnee auf den Höh´n.


Am nächsten Tag waren wir wieder putzmunter

und fuhren 18 km nach Lillehammer runter.


In Maihaugen durften wir singen,

um unser Konzert an den Mann zu bringen.


Bei einem Professor aus Oslo ist uns das auch voll gelungen,

er hat uns bestätigt, dass wir sehr gut gesungen.


Im Freilichtmuseum sah'n wir uns um,

dort interessierte uns alles sehr.

Wir Krochen in den uralten Häusern rum

und schenkten den Erläuterungen Gehör.


Am 31. wurde das alteste Chormitglied geehrt,

sie konnt´ sich vor Freuce kaum fassen,

dass ihr ein so toller Geburtstag wurde beschert,

hatte sie sich nicht träumen lassen.


Dann stiegen wir alle in die Busse ein,

wir hatten uns was Schönes ausgedacht.

Das sollte der Clou des Tages sein:

"Zu den Wasserfällen wird ein Ausflug gemach't."


Es wurde eine tolle Fahrt, die norwegische Landschaft genossen wir sehr,

die Wälder, die Seen und Berge, da blieb keine Kamera leer.


Wir fuhren und fuhren und fuhren.

Von 'Wasserfällen' war nichts zu sehn,

aber auch ohne diese Falle

war die Fahrt für uns wunderschön.


Wir suchten auch nicht länger,

denn Jutta tröstete uns all':

"Geht aufs Clo, zieht an der Strippe,

dann habt ihr den schönsten Wasserfall."


So fuhr'n wir nach Hornio zurück, bald waren wir wieder zur Stell',

wir freuten uns auf das gute Essen in unserem tollen Hotel.


Am 1. Juni traten wir dle Heimreise an, es sollte uber Oslo gehn.

das passte uns sehr in den Kram, denn Oslo ist wunderschön.


Zum besseren Kennenlernen hatten wir uns 'ne Dolmetscherin gekascht,

die hat uns dann bei der RundTahrt mit vielen Sehenswürdigkeiten überrascht.


Besonders der Vigeland-Park hat es uns angetan.

dort sahen wir uns den Monolithen und auch den Brunnen an.


Viel zu schnell mußten wir Abschied nehmen

und uns auf schnellstem Wege zur Fähre hinbegeben.


Den Fahrern sangen wir zum Abschied Lieder

und dann hatte uns die Heimat wieder.

Alles in allem, es war wunderschön!

Und nächstes Pfingsten könnt' es weitergehen.


Ilse Münkner

Konzertreise 1993 nach Lillehammer/Norwegen