Konzertreisen

Konzertreise 2011 nach Damp/Schleswig-Holstein

Unsere Chorreise 2011


Im Gegensatz zu früheren Jahren,

sind wir dieses Mal erst im Juni gefahren.

Der Herrentag war Schuld daran,  

dass es zu dieser Verzögerung kam.

Er stand nun mal so spät im Kalender

und ließ sich einfach nicht verändern.


Wie immer – früh morgens, kurz vor Sieben –

waren alle am Bahnhof eingestiegen.

Doch unsere diesjährige Frühlingsreise

war etwas anders auf zweierlei Weise.

Zum Einen ging’s nicht wie gewohnt in den Süden,

nein, diesmal sind wir im Norden geblieben.


Zum Zweiten stand schon im letzten Jahr fest,

dass unser bewährtes Reiseduo die Planung nun anderen überlässt.

Gaby und Adelheid haben die Reise ausgesucht

und in Wassernähe ein gutes Hotel gebucht.

Unser Ziel war das bekannte Ostseebad Damp,

in Schleswig-Holstein, am Ostseestrand.


Donnerstag - 2. Juni 2011


Am Vortag hat wohl in Neubrandenburg die Fallsucht grassiert,

denn drei Sänger erschienen am Bus leicht lädiert.

Bei Sabine und Heike war zwar nicht viel zu sehn,

doch sie hatten Probleme, leichtfüßig zu gehen.

Renate sah man den Sturz sogar an, als sie früh zur Abreise kam.

Sie hatte ihr Gesicht zwar hinter der Sonnenbrille versteckt,

ihr blaues Auge wurde aber trotzdem entdeckt.

Und Karins Mann traf es sogar so arg, dass er verletzt in der Klinik lag.


Pünktlich ging’s los zum ersten Etappenziel,

wir freuten uns auf die schöne Hafenstadt Kiel.

Unterwegs gab’s im Bus „ZWEI“ im hinteren Drittel,

zum Auftakt - wie üblich - leichtprozentige Mittel,

doch nicht um, wie vermutet, auf die Pauke zu hauen,

sondern nur, um das üppige Frühstück gut zu verdauen.


Der erste Unterhaltungsbeitrag kam von Klaus.

Stolz holte er Bilder vom neuen Wohnmobil raus.

Die Frauen um ihn herum waren sehr angetan.

Der Kommentar seiner Frau:

„Ja, ja, so fing es bei mir auch mal an!“

Gundel hatte auch noch was „Gutes“ parat,

was sie tags zuvor als Geschenk bei Rossmann erwarb.

Sie wollte nun die Süßigkeit in Tüten,

als kleine Zwischenmalzeit im Bus anbieten.

Zur Sicherheit warf sie dann noch einen prüfenden Blick auf die Tüte,

Oh Schreck! „Das ist ja Katzenfutter – auch du meine Güte.“


Am Fuchsberg mussten wir Rast einlegen,

dort wurde uns Anitas Begleitung übergeben.

Noch ein Liedchen für die Männer zum Herrentag

und weiter ging die lustige Fahrt.  

Holger ist dieses Mal leider nicht mitgekommen,

doch Herbert hat mit Erfolg seinen Platz eingenommen.

Es gab viel zu lachen, das ist nicht gelogen,

so war die Zeit bis Kiel in Windeseile verflogen.


Beim Zwischenstopp im Freilichtmuseum Molfsee,

hatte Lilo die entzückende Idee.

Sie wollte sooo gerne Kettenkarussel fahren,

doch das war nicht erlaubt, da die Dinger nur für Kinder geeignet waren.

Die kleine Tschu-Tschu-Bahn hat uns dann durchs Gelände gebracht,

und wir haben mit ein paar Liedern dem Fahrer eine Freude gemacht.


Die Stadtrundfahrt in Kiel lief nicht so gut,

wir hatten keine Begleitung, doch Adelheid fasste all ihren Mut.

Sie las ein Stück Stadtgeschichte vom Blatte,

sodass jeder eine kleine Vorstellung hatte.

Die Busfahrer kannten sich überhaupt nicht aus

und wir landeten in einer Sackgasse vor dem Krankenhaus.


Endlich in Damp angekommen,

wurden die Zimmer in Beschlag genommen.

Erst jetzt wurde der Reiseleitung klar,

dass für die Busfahrer kein Zimmer reserviert war.

Fieberhaft wurde nach einer Lösung gesucht,

denn das Hotel war ausgebucht.

Weil Erwin Blum zu Hause blieb und Hilde es zu Karin trieb,

weil Maren mit Annemarie eine Zimmer-WG gemacht,

hatten die Busfahrer endlich auch ein Lager für die Nacht.


Das Abendbufett war an allen Tagen

reichlich bestückt, das muss man so sagen.

Doch um nach leckeren Bissen zu suchen,

begnügte sich Mario mit Desserts und viel Kuchen.

Den armen Klaus hat die grüne Götterspeise fast in den Wahnsinn getrieben,

sie bleib einfach nicht auf dem Löffel liegen.


Danach machten fast alle ein Spaziergang am Strand,

bis man sich vor der Getränkebar wiederfand.

Bei einem Bierchen oder einem Glas Wein

fanden sich nach und nach viele Wanderer ein.

Auf der Bühne am Strand tönte noch Tanzmusik

und Einige hotteten fröhlich mit.

Ein paar Unermüdliche wollten noch nicht schlafen gehen,

sich dafür aber den Club ansehen, um noch einen Absacker zu trinken

und  etwas später in die Kissen sinken.


Herbert war auch mit von der Partie.

Unser kleines Spassgenie

hatte eine „geniale Idee“ – oje, oje!

In sein Hefeweizen kann heute alles rein,

in diesem Fall musste es Zucker sein.

Durch dieses hochbrisante Gemisch,

hatten sie in Kürze die schönste Sauerei auf dem Tisch.

Ich hätte ihn dafür glatt ausgepfiffen,

denn er hat die Wirkung der  „alkoholische Gärung“ bis heut' nicht begriffen.

Wann endlich auch die Letzten ins Bettchen kamen,

lässt sich nur ungefähr erahnen.


Freitag - 3. Juni 2011


Der Vormittag war für Schleswig reserviert,

wir wollten mal sehen, was dort so passiert.

Bis zur Dombesichtigung war noch ein bisschen Zeit

und alle haben sich in der Gegend verstreut.

Beim Stadtbummel wurden auch Brautpaare gesichtet.

Dazu hat man mir folgendes berichtet.

Herbert schlich sich an die Gesellschaft heran

und warnte eindringlich den Bräutigam.

Er solle sich die Sache gut überlegen

und nicht so leichtfertig sein „Ja“-Wort hingeben.

Anita und Christine wollten die ersten Fotos machen,

doch was nun geschah, ist schon wieder zum Lachen.

Erst merkt Christine, die Batterien sind leer – na toll!

Anita sagt kleinlaut: „Ich glaub, mein Film ist voll!“

Erst Film und Batterien kaufen und dann einen Kaffee,

das war ihre spontane Idee.

Doch in den vielen Straßenwirren kann man sich ganz leicht verirren.

Kein Baum, kein Strauch, doch Rettung naht,

als man endlich einen Reiterhof gefunden hat.

Christine ist happy, sie mag Pferde sehr.

Sich von hier loszureißen, das fiel ihr schwer.

Einen „Rüdesheimer Kaffee“ haben sie auch noch genommen

und sind trotzdem pünktlich zur Dombesichtigung gekommen.


Hier haben wir viel über das christliche Haus erfahren

und wie es so lang ging in früheren Jahren.   

Drei Landesherren haben sich am Bau ausprobiert,

deshalb ist mancher vom Gesamtbild etwas irritiert.

Natürlich ließen wir auch ein paar passende Lieder erschallen,

einfach ein „MUSS“ in solch heiligen Hallen.

Danach haben wir uns noch das Fischerdörfchen Holm angesehn,

niedliche Häuser mit schönen Blumengärten, es war sehr schön.


Den Nachmittag haben wir dann in Damp verbracht

und Jeder hat sein eigenes Programm gemacht.

Kaum im Hotelzimmer angekommen,

haben Eva und Mann sich die Hasenbrote vom Vortag vorgenommen.

Mit den Senfgurken, die sie im Supermarkt erstanden,

war für das Picknick auf Balkonien alles vorhanden.

Eva legte alles ausgewickelt auf den Tisch,

um sich noch ein Wasser zu holen – ganz frisch.

Auf einmal ein lautes Geschrei vor dem Fenster – oh Schreck!

Eine Möwe im Sturzflug und die Stulle war weg.

Da Eberhard nun mit Eva teilte, bleib für jeden noch ein kleines Stück,

aber sie hatten ja noch die Gurken zum Glück.


Am Strand spielte sich derweil Ähnliches ab.

Ganz in der Nähe, wo Renates Handtuch lag.

In einer Strandmuschel befand sich eine Tüte mit Müll,

eine Möwe schlich sich an, ganz heimlich und still.

Sie hat die ganzen Reste auseinandergepflückt,

und die Besitzer bei deren Rückkehr mit der Unordnung entzückt.


Auch am Abend, so lautete eine Information,

waren die Biester noch in voller Aktion.

Auf der Strandpromenade ging eine Mutter mit Kinder,

die hatten Pommes dabei – wie Kinder so sind.

Eine Möwe im Angriff verschonte die beiden nicht,

denn Ketchup und Majo landeten in Mamas Gesicht.


Auch die Badelandschaft wurde emsig ausprobiert,

kaum zu glauben, was dort so passiert.

Angelika und Horst wollten in die Schwimmhalle gehn,

um dort ein paar sportliche Runden zu drehn.

Die Badehose von Horst war leider nicht da,

die konnte nur in Angelikas Tasche sein - ist doch klar.

Er holt seine Hose und ging in die Herrenumkleide zurück,

und war von dem, was er da sah, sehr entzückt.

Anita und Christine, diese beiden

wollten sich hier gerade entkleiden.

Der Schreck schlug ihnen fast auf den Magen

und Horst's Einladung zu bleiben haben sie dankend ausgeschlagen.


Damit nicht genug, es ging ja noch weiter,

denn auch die nächste Geschichte ist heiter.

Sie wollen in die Sauna - mal richtig schwitzen,

und bei 70 Grad ganz entspannt dort sitzen.

Im Badeanzug und vollem Lauf

rissen sie die Tür zur Sauna auf.

Sie sahen hinein - oh, welch ein Schreck,

bloß die Tür zu und ganz schnell hier weg.

Beim diesem Anblick hatte sie Panik gepackt,

so viele Leute - und alle nackt.

Unbeobachtet wollten sie stiften gehen,

der Bademeister hat sie trotzdem gesehen.


Renate Lunow und ihr Mann

sind täglich fleißig Fahrstuhl gefahr´n.

So kamen sie ins Gespräch mit einem Ehepaar,

das aus Salzgitter kam und in Damp auf Urlaub war.

Es stellte sich raus, dass sie auch Chorsänger waren,

und Renate hat sie zu unserem Konzert eingeladen.


Auch Lilo und Andreas waren am Strand unterwegs

und machten Rast in einem Strandkorb, der da so steht.

Sie genießen die Sonne zeitvergessen,

fast waren sie zu spät zum Abendessen.

Wo ist nur die Kamera, wer hatte sie zuletzt in der Hand?

Plötzlich dämmert es, die liegt noch im Strandkorb am Strand!

Schnell geht es zurück an den erholsamen Ort,

doch hier liegt sie nicht mehr, das gute Stück ist fort.


Nach dem Essen, im Abendsonnenschein

fand sich ein Grüppchen am Jachthafen ein.

Sie wollten den schönen Abend genießen

und den Tag mit den Getränkeresten begießen.

Eine zweite Bank wurde rangerückt,

trotzdem saß man sehr beengt und gedrückt.

Also musste noch eine dritte her,

die stand zwar in der Nähe, doch sie war nicht leer.

Durch unser Gelächter und Gegacker

machten sich die Leute bald vom Acker.

Die dritte Bank kam in die Runde

und nach mehr als einer Stunde

waren alle Flaschen leer.

Die Sonne schien schon längst nicht mehr,

so wurd' es Zeit, hier „Tschüss“ zu sagen

und das Gelage zu vertagen.

Auf  dem Rückweg ins Hotel

entdeckten wir an einer Stell'

ein Schild mit Aufschrift „Rutschgefahr!“

Ob das wohl eine Warnung war?

Wir sah'n uns um im fahlen Licht,

doch Uschi, die war nicht in Sicht.


Sonnabend - 4. Juni 2011


Nach gutem Frühstück und bei Sonnenschein,

stiegen wir rasch in die Busse ein.

Sie sollten uns nach Kappeln bringen,

dort wollten wir beim Volksfest der „Kappelner Heringstage“ singen.

Zuvor haben wir noch eine Mühle besucht,

das war so vom Veranstalter gebucht.


Bei der kleinen Mühlenbegehung,

zogen Klaus und Gundel in Erwägung,

auf dem Balkon wie Kate und William zu posieren

und den royalen Hochzeitskuss zu demonstrieren.

Sie sind erst seit kurzem ein Ehepaar,

doch wer bei der Trauung zugegen war,

der weiß, das ihr Hochzeitskuss in der kleinen Kappelle,

viel länger war als an hiesiger Stelle.


Im Hafen angekommen, nutzten alle die Gelegenheit,

sich hier und in der Stadt umzusehen, denn wir hatten noch Zeit.

Einige gingen was essen, oder wollten am Markt der Blasmusik lauschen

und Andere mühten sich, ihre Euros gegen Ware zu tauschen.

Zum Auftritt sind noch liebe Gäste aus Flensburg gekommen.

Sie haben die Gelegenheit wahrgenommen,

um den Chor zu hören und wieder mal Hallo zu sagen,

man kennt sich gut aus früheren Tagen.


Zurück im Hotel, die Sonne lacht,

Jeder konnte entscheiden, was er jetzt noch so macht.

Nach dem Abendessen war's dann soweit,

in Schale geschmissen, standen alle bereit.

Das kleine Konzert im Hotel konnte starten,

mal sehen, wie viele Gäste uns erwarten.

Da am Strand auch viel Klamauk angesagt war,

rechneten wir nur mit einer kleinen Zuhörerschar.

Dennoch hatten viele Platz genommen

und das Konzert ist gut angekommen.


Das Ehepaar aus Salzgitter hat anschließend erzählt,

das ihnen das Lied vom Kaffeeklatsch am besten gefällt.

Wenn es möglich wäre, hätten sie gerne

Text und Noten mitgenommen in die Ferne.

Im Gegenzug würden sie uns auch ein Liedchen überlassen.

Es handelt vom Bier und würde bestimmt gut zu uns passen.


Eine obligatorische Fete danach hat diesmal nicht stattgefunden,

doch wir setzten uns noch zusammen in gemütlichen Runden.

Spass und Gesang kamen nicht zu kurz,

auch Getränke waren da, gegen den Durst.

Beim Auskehr fand sich dann noch eine Notenmappe,

die ein Sänger unter dem Stuhl vergessen hatte.

Ein kurzes Durchblättern und es war klar,

dass es die Mappe von Anita war.

Als sie verschwand, hat leider niemand gefragt,

ob sie auch all ihre Sachen hat.


Der Abend ging zur Neige, es war wieder schön

und höchste Zeit, endlich schlafen zu geh´n.

Drei schöne Tage klangen aus,

denn Sonntag ging’s zurück nach Haus.


Sonntag – 5. Juni 2011


Nach dem Frühstück war's soweit.

Die Busse standen schon bereit.

Ein Abschiedslied für's Personal

sangen wir dann auch noch mal.

Kaum abgefahren, stellte Hannelore fest,

das sie ihren gesamten Schmuck vermisst.

Alle halfen, eine Telefonnummer zu suchen,

um noch mal im Hotel anzurufen.

Der Schmuck wurde gefunden, das war knapp!

Wir hoffen, dass sie inzwischen ihr Vermögen wiederhat.


In Lübeck vor dem Holstentor

gab's noch einen Stopp für unseren Chor.

Eine Führung durch's Museum machte uns klar,

wie wichtig das Tor für die Hanse war.


Danach war noch Muße für einen Bummel

durch das viele Menschengetümmel.

Man konnte auch was Essen gehn,

oder in Ruhe die Gegend ansehn.

Die Würfelspielauswertung wurde noch vorgenommen,

die Busfahrer haben noch ein Ständchen bekommen

und brachten uns dann wieder sicher nach Haus.

So klang auch die 19. Chorreise aus.

 


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